Unser Weihnachtsgottesdienst

Jedes Jahr feiern wir zum Jahresabschluss unseren Weihnachtsgottesdienst in der Christuskirche. Verantwortlich für die Gestaltung waren in diesem Jahr wir aus der 3a und 3b. Wir haben, passend zur dunklen Jahres- und zur Weihnahtszeit, erzählt, wie es wohl wäre, wenn eine Kerze reden könnte. Dazu haben wir die Christuskirche mit knapp 60 Kerzen "hell erleuchtet". Den Text dazu kannst du dir unter der Bildergalerie durchlesen.

 

Unsere Flötengruppe hat "Jingle Bells" gespielt und unser Schulchor hat alle mit dem Lied "Wie sieht ein Engel aus" fasziniert. Von beiden Stücken gibt es auch einen Mitschnitt. Den Film kannst du dir gerne auch anschauen.


 

Hier gibt es den Film zum Weihnachtsgottesdienst


Wenn eine Kerze reden könnte

Ihr habt mich angezündet und schaut in mein Licht, das die Dunkelheit ein wenig erhellt. Ich freue mich, dass ich brenne und meine Flamme so schön leuchtet. Denn wenn ich jetzt nicht brennen würde, läge ich noch immer in der Schachtel mit vielen anderen Kerzen, die auch nicht brennen.

 

Aber in so einer Schachtel haben wir Kerzen doch überhaupt keinen Sinn. Da liegen wir nur herum. Einen Sinn habe ich doch nur, wenn ich brenne. Und jetzt brenne ich. Aber seit ich brenne, bin ich schon ein kleines bisschen kürzer geworden. Das ist sehr schade, denn ich kann mir ausrechnen, wann ich so kurz bin, dass ich nur noch ein kleiner Stummel bin.

 

Doch so ist das. Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten.

 

Entweder - ich bleibe ganz und unversehrt im Karton. Dann werde ich nicht kürzer. Aber dann weiß ich auch nicht, was ich eigentlich soll.

 

Oder - ich gebe Licht und Wärme. Dann weiß ich, wofür ich da bin. Dafür muss ich dann aber auch etwas geben - von mir selbst, mich selber. Das ist schöner, als kalt und sinnlos in einer Schachtel zu liegen, gerade jetzt zu Weihnachten.

 

So ist das auch bei euch Menschen – ganz genauso. Entweder ihr bleibt für euch. Dann passiert euch nichts. Aber dann wisst ihr auch eigentlich nicht so recht, warum und wofür ihr lebt.

 

Oder - ihr gebt Licht und Wärme. Dann habt ihr einen Sinn. Dann freuen sich die Menschen, dass es euch gibt. Dann seid ihr nicht vergebens da. Aber dafür müsst ihr etwas geben: Von euch selber, von allem, was in euch lebendig ist. Von eurer Freude, eurer Herzlichkeit, von eurer Treue, eurem Lachen, von eurer Traurigkeit, von euren Ängsten, von euren Sehnsüchten, von eurer Hoffnung, von allem, was in euch ist.

 

Ihr braucht keine Angst zu haben, wenn ihr dabei kürzer und kürzer werdet. Das ist nur äußerlich. Innerlich aber werdet ihr immer heller.  Denkt ruhig daran, wenn ihr eine brennende Kerze seht, denn so eine Kerze seid ihr selbst auch!

 

Ich bin nur eine kleine, einzelne und unbedeutende Kerze. Wenn ich allein brenne, ist mein Licht nicht besonders groß, und die Wärme, die ich gebe, ist nur gering. Ich allein - das ist nicht viel. Aber mit anderen zusammen ist mein Licht groß und die Wärme stark. Bei euch Menschen ist das ebenso. Einzeln, für euch genommen, ist euer Licht nicht besonders groß und die Wärme klein. Aber zusammen mit anderen - da seid ihr viel.

 

Denn Licht ist – besonders jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit - ansteckend!