Unsere allererste Demo

Am 23. Mai haben wir aus der 4a an der "Fridays for Future"-Demo in Warendorf teilgenommen. Da wir uns in der Schule jeden Tag die Logo-Nachrichten im KIKA anschauen, wussten wir schon viel über die Demonstrationen für den Klimaschutz, denn dort wird laufend darüber berichtet. Als dann feststand, dass Warendorfer Schüler auch in Warendorf eine Demo organisieren, haben wir beschlossen, uns daran zu beteiligen.

 

In unserer Klasse haben wir Plakate gestaltet und mit unserern Lehrern viel über das Thema gesprochen. Und dann ging es am 23. Mai um 09.45 Uhr los. Wir sind allerdings nicht mit dem großen Demo-Zug marschiert, sondern etwas eher auf dem Marktplatz gewesen und dort haben wir uns eine einigermaßen ruhige Ecke gesucht, von der wir alles gut beobachten konnten und von wo aus wir auch unauffällig wieder hätten gehen können, wenn uns das alles zu viel geworden wäre. Aber wir haben echt lange ausgehalten und waren beeindruckt von den vielen Schülern (etwa eintausend), die zum Marktplatz gekommen sind.

 

Wir haben eine ganze Menge Eindrücke bei unserer ersten Demo gesammelt und sind jetzt bestimmt noch besser in der Lage, unsere eigene Meinung zu vertreten und Stellung zu wichtigen Themen zu beziehen.

 

Und das man nicht früh genug anfangen kann, sich eine eigene Meinung zu bilden und Verantwortung zu übernehmen - Argumente dafür kannst unter der Bildergalerie nachlesen.

In der Zeitschrift "Schule heute" des "Verband Bildung und Erziehung" vom Mai 2019 hat der NRW-Landesvorsitzende Stefan Behlau aus Anlass des 70. Jahrestages des Grundgesetzes geschrieben:

 

"Am 23. Mai 2019 feiert das Grundgesetz der Bundesrepublik einen runden Geburtstag. Und obwohl es auf mittlerweile sieben Jahrzehnte zurückblicken kann, bleibt es aktuell – ist vielleicht aktueller denn je. In Zeiten des Populismus, der scheinbar einfachen Antworten auf die vielschichtigen Fragen unserer Zeit; in Zeiten, in denen menschenverachtende, rassistische oder homophobe Äußerungen unter dem Deckmantel des „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ wieder Konjunktur haben, hat Schule umso mehr die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zu informieren und sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, zu aufgeweckten Menschen, die Aussagen kritisch einordnen können und in der Lage sind, zu widersprechen.

 

Durch das Grundgesetz haben wir dafür ein starkes Fundament.

 

Schule trägt dazu bei, dass junge Menschen eine an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung orientierte Wertehaltung entwickeln.

 

Schule trägt dazu bei, dass junge Menschen sich in der Meinungsfindung ausprobieren und erproben können.

 

Schule trägt dazu bei, dass junge Menschen den Wert einer eigenen Meinung erkennen können, wissen diese zu vertreten und auch durchzusetzen.

 

Wir Lehrkräfte und Beschäftigte in den Bildungseinrichtungen tragen jeden Tag unseren Teil dazu bei, dass Kinder und Jugendliche zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, die für sich und für die Gesellschaft Verantwortung übernehmen können.

 

Wer die Schulen stärkt und angemessen ausstattet, stärkt direkt die Zukunft der Demokratie.

 

Wenn es nicht gelingt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Haltung in einer Demokratie für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung entwickeln können, hat das erschreckende Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft.Denn Demokratie ist eben auch herausfordernd. Sie fordert Haltung und Beteiligung. Sie fordert eine Auseinandersetzung mit vielen Themenfeldern, die wichtig für die gesamte Gesellschaft sind."